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Der beste Weg zur richtigen Entscheidung

Und warum skeptische Mitmenschen gut für Dich sind.

Ich bin Sternzeichen Waage und man sagt den Waagen nach, dass sie sich nicht so gut entscheiden können. Ob das nun ein Glaubenssatz ist, der sich über die Jahre in meinem Kopf eingebrannt hat oder nicht, eins steht fest:

Entscheidungen zu treffen fiel mir immer sehr schwer.

Ich habe viel abgewogen, war eher ängstlich, wenn es eine große und wichtige Entscheidung war. Ich habe alle möglichen Leute zu Rate gezogen und diverse Meinungen und Einstellungen zu meinem aktuellen Entscheidungsthema eingeholt. Ich habe 10 Leute gefragt, hatte 11 Meinungen und war danach noch verwirrter als vorher. Aber das schlimmste daran: ich habe völlig den Zugang zu meiner eigenen Meinung verloren.

Dadurch, dass ich so viele Menschen mit einbezogen hatte, kannte ich nun auch viele Meinungen. Ich wusste also ganz genau, wenn ich jetzt nach links gehe, dann verpasse ich rechts und wenn ich nach rechts gehe, dann verpasse ich links. Ich wusste außerdem, dass alle Leute, die gern nach links gehen, mich nicht verstehen könnten, wenn ich aber nun nach rechts gehe. Oder womöglich noch geradeaus, denn dahin gehen ja die wenigstens.

Versteht Du was ich meine? Chaos im Kopf. Und das bei vielen, wirklich sehr vielen Entscheidungen in meinem Leben.

In diesem Artikel möchte ich Dir nun meine drei besten Entscheidungen vorstellen. Die besten, weil sie wichtige Entscheidungen waren und ich sehr zufrieden und dankbar dafür bin, dass ich sie getroffen habe. Und ich möchte Dir auch anhand dieser Entscheidungen zeigen, was ich hier anders gemacht habe. Intuitiv 🙂

Entscheidung Nummer 1:

Vor 6 Jahren habe ich von heute auf morgen entschieden, dass ich mich ab jetzt vegan ernähren möchte. Aus gesundheitlichen Gründen, aber auch aus ethischen Gründen und unserer Umwelt zuliebe.

Was hat mir geholfen, diese Entscheidung zu treffen:

Als ich verstanden hatte, dass ich eventuell mein jahrelanges Rheuma heilen könnte, eventuell keine Tabletten, keine Spritzen, kein Kortison mehr nehmen müsste wusste ich, dass ich das jetzt versuchen werde. Die Informationen zum Thema Massentierhaltung haben mir außerdem die Sicherheit gegeben, dass es definitiv richtig ist, diese Entscheidung zu treffen. Richtig für mich. Richtig für mein Gefühl.

Was haben ich mir von meinem Umfeld gehofft?

Meine Traumvorstellung war folgende Reaktion: „WAS? So schlimm ist das mit den Tieren? Oh das will ich auch nicht unterstützen. Ich bin ab jetzt auch vegan. Und wenn eine vegane Ernährung mich auch gesund machen kann, dann werde ich das allen Menschen erzählen, die ich lieb habe. Bluthochdruck, Arthrose, Rheuma, Übergewicht, hohe Cholesterinwerte, Haarausfall….das braucht doch kein Mensch. Wenn man da mit einer guten Ernährung gegensteuern kann, dann bin ich auf jeden Fall dabei. Los Sina, wir sind jetzt alle vegan.“ Ich weiß, das war naiv. Aber ich habe wirklich geglaubt, dass das völlig klar ist.

Wie hat mein Umfeld wirklich reagiert?

Zu Beginn hat außer meinem Mann kein einziger Mensch „Juhuu“ gerufen. Kein Mensch fand es gut, dass ich jetzt kein Fleisch mehr essen möchte, auf Käse, Milch und Eier verzichten werde. Die meisten waren skeptisch, haben sich Sorgen gemacht, dass ich dann Mangelerscheinungen bekommen könnte oder haben mir erklärt, dass das für sie nichts wäre. Große Sorge galt auch unserem Sohn, der unbedingt Fleisch und Milch braucht, um gesund zu sein.

Bei der Arbeit, bei Feiern oder einfach in Menschengruppen durfte ich ab jetzt jedes Mal erklären, warum Veganer Tofu in Würstchenform essen. Und wenn es Frühstücksbuffet mit Croissants, Brötchen, Butter, Salami, Mortadella, Mett, Käse, Fleischsalat und Nutella gab, dann wurde ich oft mitleidig gefragt: „Das darfst Du ja jetzt alles nicht mehr essen oder?

Zusammengefasst. die anderen waren nicht begeistert.

Wie bin ich damit umgegangen?

Äußerungen wie: „Ach egal ob Veganer oder Fleischesser, ich sag ja immer: Leben und leben lassen. Mich stört es nicht, dass Du vegan bist.“ haben mich ehrlich gesagt immer ziemlich aufgeregt. Ich durfte in dieser Zeit sehr stark darauf achten, tolerant zu sein, nicht missionieren zu wollen. Aber eine Sache war für mich klar: mein Entschluss steht fest. Ich bleibe vegan. Für mich ist es die richtige und schönste Lösung. Egal was alle anderen sagen.

Was hat diese Entscheidung verändert?

Heute bin ich völlig frei von Medikamenten. Es geht mir so gut, dass ich mittlerweile neben Yoga auch mit Kampfsport beginnen konnte. Ich bin gesund und meine vegane Familie ebenso 🙂 Außerdem sind mittlerweile viele meiner Freundinnen vegan oder teilweise vegan. Mittlerweile ist vegan kein Fremdwort mehr und sogar hier in Bayern gibt es die tollsten Restaurants mit veganem Angebot.

Für mich ist die Entscheidung also absolut richtig gewesen. Aber was habe ich anders gemacht?

Ich habe mir meine eigene Meinung gebildet. Ich habe in mich hinein gefühlt und auf meinen Impuls gehört. Ich habe mein Gefühl nicht in Frage gestellt und es vorher noch mit anderen Menschen ausdiskutiert. Nachdem ich meine Richtung wusste, habe ich eine Entscheidung getroffen. Und ich bin dabei geblieben, weil es sich für mich richtig angefühlt hat.

Die vielen Skeptiker haben mich gestört und teilweise auch wirklich genervt, aber es hat mir dabei geholfen, noch fester in meiner Meinung, meinem Entschluss und in meinem Wissen zu werden. Was ich in den letzten Jahren alles über Gesundheit und gute Ernährung gelernt habe, das ist so wundervoll. Und ohne die vielen negativen Rückmeldungen von Kollegen oder Bekannten hätte ich niemals so ein Wissen aufgebaut. Hätte ich meine Entscheidung nicht getroffen, würde ich heute sicherlich täglich noch mehr Medikamente nehmen als vor 6 Jahren. Und ich würde immer noch meinem Arzt glauben der gesagt hat: „Ihr Rheuma wird immer stärker den Körper angreifen, denn Rheuma ist unheilbar.“

Eigentlich wollte ich meine drei wichtigsten Entscheidungen beschreiben. Aber dann wird dieser Artikel zu lang. Bei beiden anderen Entscheidungen war es aber ähnlich. Es war die Entscheidung, für längere Zeit nach Spanien zu gehen und die Entscheidung, mir nebenberuflich ein zweites Standbein aufzubauen im Bereich Network Marketing.

Ich habe in mich hinein gefühlt oder aus einem spontanen sehr guten Gefühl heraus entschieden. Ich habe einfach auf mein inneres „JA!“ gehört.

Dann habe ich die Entscheidung getroffen, ohne vorher noch mit diversen anderen Menschen darüber zu diskutieren, ob diese Entscheidung auch die richtige für mich ist. Mit meinem Mann habe ich natürlich schon geredet. Wir sind ja zusammen nach Spanien gegangen. Aber ich habe eben sonst ganz tief in mich hineingehört, ob es sich für mich richtig anfühlt. RIESIGE Angst habe ich gefühlt. Aber ich habe gewusst, dass es richtig ist.

Ich habe auch bei beiden Entscheidungen Gegenwind bekommen. Das ist nicht schön. Und ich lebe trotzdem noch. Und tatsächlich hat sich durch die Skepsis meines Umfelds meine Meinung einfach noch vertieft. Ich hab mir mehr Wissen eingeholt, zum Thema Network Marketing. Das war auch wichtig für mich, weil ich selbst so viele Vorurteile hatte. Und ich habe bezüglich Spanien mehr auf mein Gefühl gehört und war mir am Ende meiner Entscheidung noch sicherer als vorher.

Was haben meine Entscheidungen verändert?

Das Jahr in Spanien war eines der schönsten unseres Lebens. Unser Sohn kann jetzt spanisch sprechen, wir haben drei wahre Freunde für´s Leben dort gefunden und einfach eine unglaublich schöne Zeit dort gehabt. Durch meine nebenberufliche Tätigkeit konnte ich mir ein Einkommen aufbauen, dass uns jetzt ein freies Leben ermöglicht.

Fazit: Die innere Stimme weiß immer sehr gut bescheid, was richtig für uns ist. Und die innere Stimme hilft uns am meisten, wenn wir sie vor allen anderen fragen. Denn sobald wir andere Menschen um ihre Meinung bitten, wird unsere innere Stimme immer leiser. Vielleicht muss man die anderen auch manchmal gar nicht fragen. Dein Leben, Deine Entscheidungen. Und wenn andere Menschen, besonders die, die Dir wichtig sind, gegen Deine Entscheidung sind, kann es Dir sogar helfen, noch sicherer mit dem zu werden, was DU willst.

Zum Schluss zitiere ich Gabby Bernstein: „Jede Entscheidung ist gut, solange Du sie zu einer guten Entscheidung machst.“

Möchtest Du gern öfter von mir hören? Dann melde Dich gern zu meinem Inspirations-Letter an. Ich freue mich auf Dich.

Das Bild habe ich übrigens von von Pexels auf Pixabay

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